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Sahal

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Donnerstag, 5. April 2007, 15:55

Camponotus ligniperdus


C. ligniperda @Sebastian


Camponotus ligniperdus
früher Camponotus ligniperda



Taxonomie
Subfamilia: Formicinae
Tribus: Camponotini
Genus: Camponotus
Subgenus: Camponotus
Species: Camponotus ligniperdus (Latreille, 1802)


Allgemeines
Heimat: ganz D, Mitteleuropa, planar-collin, sonnenexponiert auch montan
Habitat: sonnige Stellen warmer Laub- und Laub-Nadel-Mischwälder, Feldraine, Trocken- und Halbtrockenrasen mit Buschwerk; thermophiler als C. herculeanus: Juli-Temperatur etwa +2,8°C (Seifert, 1994)
Kolonie: monogyn, selten oligogyn, bei schwül-warmem Wetter sehr aggressiv, i.d.R gemächlich, kann aber v.a. bei Störungen sehr schnell werden
Gründung claustral, auch Pleometrose oder Adoption
Arbeiterinnen: polymorph, Minor bis Major mit Übergängen
Nestbau: Lebend- und bevorzugt Totholz mit großem Erdnest-Teil, ohne Bäume/Holz auch reine Erdnester
Nahrung: Trophobiose, Zoophagie, auch anbeißen von Gehölz-Phloems (Honig und Insekten in der Haltung)
Winterruhe: 5-6 Monate, endogener Rhythmus, kein obligatorischer Nestverschluss


Aussehen/Färbung
Königin: wie Mi-Ma, Rotfärbung kann jedoch deutlich dunkler ausfallen
Männchen:
Minors-Majors: hochglänzend; Thorax, teils Femur, Petiolus und Ansatz 1. gastrales Segment Rot; Kopf, Rest Beine und Gaster schwarz
Färbung kann schwanken und unterschiedlich stark ausgeprägt sein.


Größe
Königin: 16 - 18mm
Männchen: 8 - 12mm
Minors-Majors: 6 - 14mm


Besonderheiten
Für mich gehört C. ligniperdus zu den schönsten und reizvollsten Ameisen: Glanz, Färbung und Größe sind sehr eindrucksvoll und lassen die meisten Exoten blass aussehen. Zudem sind gerade durch die Größe Verhaltensmuster wie Brutpflege und Trophallaxis sehr gut zu beobachten.

C. ligniperdus hat den "Mandibel-Kampf" für sich kultiviert und weiß diesen sehr effektiv einzusetzen: bei Angriffen hält C. ligniperdus etwas Abstand, ruckt kurz nach vorne und beißt mit den Mandibeln zu, geht dann sofort wieder auf Abstand. Zusätzlich zum Mandibel-Kampf kann vor allem bei Beute der Einsatz der Giftdrüse gut beobachtet werden.



Fragen, Hinweise und Ergänzungen bitte via PN.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sahal« (13. August 2010, 09:28)


Sahal

Soldat

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Donnerstag, 5. April 2007, 15:56

Haltung
Temperatur: Raumtemperatur, Nest kühler
Feuchtigkeit: Nest mit trockenen und feuchten Bereichen
Nest: Erdnest, Ytong, Holznest, Farm mit Plattenabstand >20mm, Gips kann zernagt werden
Formicariengröße: Minimum 60x30 cm (ab erster Arbeiterin)
Formicarienzubehör: keins, Heizung ist kontraproduktiv und verkürzt die Sommer- und somit Aktivitätsphase erheblich. Bei zu warmer und gleichmäßiger Temperatur kann C. ligniperdus bereits gegen Ende August das Sommergeschäft erledigt haben und begibt sich störrisch in die Winterruhe. Der bei anderen Gattungen erhoffte Vorteil einer erhöhten Vermehrungsrate trifft bei dieser Gattung definitiv nicht zu!




Haltungsberichte:
BEnny - C. ligniperda
Tobias - C. ligniperda (letzter Eintrag 11/2005)
antiphrasis - C. ligniperda (viele Fotos)

Foto- Videobeiträge:

Sebastian - C. ligniperda

Rolande - C. ligniperda
Sanguinius - C. ligniperda
Mathis - C. ligniperda (Unterhaltsam)
Boro - C. ligniperda
Sahal - C. ligniperda Brut (Videos)


Wichtige / interessante Diskussionen:

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palk

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Mittwoch, 9. September 2009, 07:37

wie gut laufen sie auf/an glas?
haltungsbericht xena: Messor barbarus xena / wilma - haltungsbericht
haltungsbericht hannah003: Lasius niger hannah003 - haltungsbericht
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Mittwoch, 9. September 2009, 23:04

Meiner Erfahrung nach hat keine heimische Camponotus-Art Probleme mit Scheiben.
Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern

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Sonntag, 20. September 2009, 13:05

Was ich jetzt zufällig in der Ameisen-Wiki gelesen habe (obs stimmt sei mal dahingestellt :D ) währe:

Das Camponotus ligniperda (und auch herculeanus) ihre Winterruhe konsequent durchzieht auch wenn man keine niedrigen Temperaturen anbietet sondern weiterhin normale Zimmertemperatur. Ob das ganze dann aber Spätfolgen hat konnte nicht genau eingegrenzt werden, nur das die Aufzucht und der Schwarmflug der Geschlechtstiere beinflusst wird wurde festgestellt.
Dein Neid ist meine Anerkennung.
Dein Hass ist mein Stolz.
Wenn du hinter meinem Rücken über mich redest danke ich dir
dass du mich zum Mittelpunkt deines Lebens machst!

Haltungsberichte:

Camponotus nigriceps (rotbeinig)
Gründung Lasius flavus

Cold Moon

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6

Sonntag, 20. September 2009, 13:10

Das steht hier doch schon, oder was ist der unterschied zur Aussage endogener Rhythmus?
mööööp
mööööp

lol

Träger

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7

Dienstag, 30. März 2010, 14:42

kann dem nur zustimmen ich habe versucht Camponotus ligniperda ohne winterruhe zu halten hat nicht geklappt sie hat keine eier gelegt macht sich jetzt aber gut ich habe schon die erste larve

Andyxus

Straßenbauer

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8

Mittwoch, 28. April 2010, 22:34

Gerade noch über was gestolpert:

"Arbeiterinnen: polymorph, Minor bis Media mit Übergängen"

Ohne Sahal als Forums-Koryphäe anzweifeln zu wollen- da hat er sich wohl mal vertippt. "bis Major" müsste das heißen.
Ameisen waren für mich schon bei Biene Maya die Größten!

joey

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9

Mittwoch, 28. April 2010, 22:59

Recht hast du... Änderung vorgenommen. Und wieder sieht man: auch Sahal kocht nur mit Wasser :D
joey's Lasius niger ... mein Haltungsbericht seit 27. März 2006
Lasius niger Anlage von joey ... meine Anlage für Lasius niger und ihre Entwicklung

"Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen." (Johann Wolfgang von Goethe)